Schweinsteiger kein Maskottchen

02.05.2016 -

Die deutsche Nationalmannschaft und alle, die es mit ihr halten, hoffen auf eine EM-Teilnahme von Bastian Schweinsteiger. Bisher ist noch nicht klar, ob der derzeit verletzte Spieler von Manchester United rechtzeitig für die EURO in Frankreich fit wird. Sollte er es nicht packen, besteht die Möglichkeit, ihn als Glücksbringer mitzunehmen. Davon hält Mesut Özil allerdings nichts. Vom Sport-Informations-Dienst darauf angesprochen, sagte der 27-jährige: "Bastian Schweinsteiger ist Fußballspieler, kein Maskottchen". Özil hofft, dass Schweinsteiger rechtzeitig fit wird und dem deutschen Team mit seiner Spielintelligenz und seiner Erfahrung weiterhelfen kann.

Ein Grund dafür, dass diese Idee überhaupt die Runde gemacht hat, dürfte wohl der Fall Beckham bei der WM 2010 sein. Die Weltmeisterschaft in Südafrika sollte Beckhams letztes großes Turnier werden. Der Superstar zog sich allerdings wenige Monate vor der WM einen Achillessehnenriss zu. Dennoch flog Beckham als Glücksbringer und eine Art Co-Trainer mit nach Südafrika. Allerdings erscheint es nicht sehr realistisch, dass Schweinsteiger Beckham in dieser Sache nacheifert, sollte er die EM aufgrund seiner Innenbandverletzung verpassen. Der gebürtige Bayer hat bei Manchester noch einen Vertrag bis 2018. Er würde den Sommer vermutlich eher für die Vorbereitung auf die neue Premier League-Saison nutzen, als das Maskottchen in Frankreich zu geben.